ASB Magazin
Dezember 2024
13/17

kurz & gut

Meldungen aus dem Verband


  HAMBURG  

Annemarie Dose Preis für die Pfoten-Buddies  

Die ASB Zeitspender-Agentur Hamburg freut sich, dass ihr Projekt „Pfoten-Buddies – Haustierhilfe Hamburg“ mit dem Annemarie Dose Preis für innovatives Engagement ausgezeichnet wurde. Seit 2022 unterstützen ehrenamtliche Helferinnen und Helfer ältere oder erkrankte Menschen bei der Pflege ihrer Haustiere. Was als kleine Hilfe mit Spaziergängen und Fütterung begann, hat sich zu einer unverzichtbaren Unterstützung entwickelt, die Einsamkeit mindert und Haustiere bei ihren Besitzer:innen hält. „Die Initiative zeigt, wie stark Mitgefühl und Engagement unser Miteinander prägen können“, sagte Lars Meier, Laudator und Vorstand von MenscHHamburg e. V. Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer ehrte die drei Preisträgerinnen, darunter Marion Wessling, Projektleiterin Pfoten-Buddies der ASB Zeitspender (im Bild rechts). In einer Stadt wie Hamburg, wo viele Menschen unter Einsamkeit leiden, setzen die Pfoten-Buddies ein Zeichen: Zusammenhalt und Mitgefühl sind die Schlüssel zu einem guten Miteinander – sowohl für Menschen als auch für Tiere. Mit dem Preisgeld von 3.000 Euro wird das Projekt seine wertvolle Arbeit ausbauen können. (PW)


  NORDRHEIN-WESTFALEN  

ASB und Wohnungslose gemeinsam  

In spätsommerlicher Atmosphäre konnte im September ein Grillfest des ASB Münsterland zum Tag der Wohnungslosen auf dem Bremer Platz in Münster stattfinden. Die Würstchen fanden reißenden Absatz, und auch die musikalische Begleitung durch Martin Degener, bekannt von der Radioshow „Auf einer Welle“, kam gut an. Hintergrund: Wegen der hohen Anzahl drogenkranker Menschen an diesem Ort ist der Bremer Platz ein Dauerthema in der Stadt. Der ASB trägt mit seinem Versorgungsmobil, das ausschließlich von Ehrenamtlichen organisiert wird, dreimal pro Woche durch die Verteilung von Getränken, Essen und Hygieneartikeln zur Entspannung der Situation bei. Am Rande der Aktion ergaben sich auch mit Anwohnenden und Passant:innen interessante Gespräche, die zum Abbau von Hemmschwellen und Klischees beitrugen. (DV) 


  HESSEN  

Reparier-Café im Mehrgenerationenhaus  

Das im Mai 2016 gegründete Reparier-Café des ASB Kassel-Nordhessen im Mehrgenerationenhaus Lohfelden setzt sich aktiv für Nachhaltigkeit und gegen die Wegwerfgesellschaft ein. Das Projekt bietet Hilfe zur Selbsthilfe und hat sich zu einer wichtigen Anlaufstelle entwickelt. Neben Elektrogeräten (mit Ausnahme von „Weißware“ wie Kühlgeräte oder Waschmaschinen) werden auch Spielwaren repariert und Uhrenbatterien gewechselt. Außerdem gibt es hier digitale Beratung für Fragen rund um PC, Tablet und Handy. Während der Wartezeit können sich die Gäste mit Kaffee und Kuchen stärken. Durch das Engagement der Freiwilligen und die Unterstützung durch Spenden trägt das Café zur Reduzierung von Elektroschrott und zur Förderung eines nachhaltigen Bewusstseins bei. (DF)


  SACHSEN  

Mit dem Wünschewagen beim offenen Regierungsviertel 

Im August war der ASB-Landesverband Sachsen auf Einladung der Sächsischen Staatskanzlei mit seinem Wünschewagen beim Tag des offenen Regierungsviertels in Dresden vertreten. Landesgeschäftsführer Stefan Mette und sein Team informierten über die Arbeit des ASB sowie den ASB-Wünschewagen und trafen auf viel positive Resonanz: „Der Wünschewagen ist ein großartiges und wichtiges Projekt, das wir sehr gern unterstützen“, hieß es vielfach am ASB-Stand. Zahlreiche Besucher:innen nutzten die Gelegenheit, nicht nur die Staatskanzlei und andere Einrichtungen der Sächsischen Staatsregierung zu besichtigen – sie warfen auch einen Blick in das Innere des Wünschewagens, mit dem unsere Ehrenamtlichen die Wunschfahrten für schwer erkrankte Gäste durchführen. (MG)


 NIEDERSACHSEN  

Einblicke in die NS-Zeit  

Zur Eröffnung der Wanderausstellung „Der ASB und der Nationalsozialismus“, die durch eine gemeinsame Initiative des ASB Nienburg und des Arbeitskreises Stolpersteine ins Rehburg-Loccumer Rathaus gebracht wurde, hielt Dr. Nils Köhler, Mitautor des gleichnamigen Buches, einen eindrucksvollen Vortrag. Er schilderte das Schicksal von fünf Betroffenen, die mit Mord, Suizid, Terror, Überleben, Flucht und Verstrickung konfrontiert waren, und ermöglichte tiefgreifende Einblicke in die NS-Zeit. Die Gäste waren sich einig: Vortrag und Ausstellung regten gleichermaßen zum Nachdenken an und mahnten, dass die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit heute wichtiger ist denn je. (AD/TD)