Eine Demenzerkrankung bringt große Herausforderungen für Betroffene und ihre Angehörigen mit sich. Menschen mit Demenz verlieren oft die Orientierung im Alltag und leben verstärkt in ihrer Erinnerungswelt. Ein respektvoller Umgang, der die Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigt, ist essenziell. Unterschiedliche Unterstützungsangebote – von niedrigschwelliger Beratung bis zu stationären Pflegeeinrichtungen – helfen, Angehörige zu entlasten und die Lebensqualität von Betroffenen zu fördern.
Respektvoll kommunizieren – den Menschen verstehen
Die Kommunikation mit an Demenz erkrankten Menschen wird mit Fortschreiten der Erkrankung schwieriger. Wortfindungsstörungen und Verständnisprobleme nehmen zu. Umso wichtiger sind Geduld, Empathie und eine klare Körpersprache, um eine neue Basis der Verständigung zu schaffen. Themen der Betroffenen liegen oft in der Kindheit. Auch Musik, Singen oder der Kontakt zu Tieren können helfen, eine emotionale Verbindung aufzubauen und Trost zu spenden.
Was man vermeiden sollte
Korrekturen und Konfrontationen wie „Das stimmt doch nicht!“ führen zu Verunsicherung und Frustration. Zu viele Informationen oder Fragen können überfordern. Daher sollte man das Gespräch ruhig führen und das Tempo anpassen. Diskussionen und Argumentationen bringen wenig; besser deeskalieren und beruhigen. Hektik und Ungeduld sollten vermieden werden – ein ruhiges Umfeld fördert Orientierung und Wohlbefinden.
Unterstützungsmöglichkeiten nutzen
Um den Alltag mit einer Demenzerkrankung zu erleichtern, gibt es eine Vielzahl an Angeboten:
- Hausnotruf: Ein verlässliches System, das im Notfall schnelle Hilfe bietet und Angehörigen Sicherheit vermittelt.
- Menü-Service: Abwechslungsreiche Mahlzeiten, die direkt nach Hause geliefert werden, sichern eine ausgewogene Ernährung und eine zuverlässige Versorgung.
- Ambulante Dienste: Unterstützung bei der Alltagsbewältigung und Pflege, um das Leben in den eigenen vier Wänden zu erleichtern.
- Demenz-Wohngemeinschaften: Kleine Wohngemeinschaften mit einem eigenen Zimmer und einer großen Wohnküche sowie einem Garten fördern Selbstbestimmung und erhalten Alltagskompetenzen.
- Wohnen und Pflege: Individuelle Pflege und Betreuung in Kleingruppen, angepasst an die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz.
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Sebastian Krug |
Benjamin Anthes |
Text: Dorothee Faißt